Realschule Munster

Realschule Munster / Zum Schützenwald 23 / 29633 Munster / Tel 05192-7037 / Fax 05192-888526

Schüleraustausch Mitschurinsk, Russland vom 17.03. bis 24.03

 Der Besuch in unserer Partnerschule Nummer 7 in Mitschurinsk war ein Eintauchen in eine Welt der Gegensätze und geprägt von russischer Gastfreundschaft.

 Der erste Höhepunkt der Reise war der mehrstündige Aufenthalt in Moskau. Wir fuhren vom Flughafen aus mit der Metro zum Roten Platz und staunten über die wunderschön gestalteten Metrostationen und die Bauwerke am Roten Platz.

 In Mitschurinsk angekommen wurden wir von unseren Gastgebern sehr herzlich und mit offenen Armen als Familienmitglieder in den Gastfamilien aufgenommen.

 Am Sonnabendnachmittag begann dann das „offizielle“ Programm, was sowohl sehr unterhaltende als auch informative Elemente enthielt, angefangen von Darbietungen in Musik und Tanz der russischen Schülerinnen und Schüler, Sportwettkämpfen zusammen mit unseren Schülerinnen und Schülern, einem Sprachquiz in der Privatschule für Englisch, Brotbacken, bis hin zu einer Stadtrundfahrt mit Besuch des Naturwissenschaftlichen Museums, einem Empfang beim Bürgermeister und Kranzniederlegungen in Gedenken an die Opfer des zweiten Weltkrieges.

 Mitschurinsk präsentiert sich als Stadt mit einer Mischung aus alten, traditionellen russischen Holzhäusern mit Schnitzereien am Dachfirst direkt neben Wohnblocks und neu gebauten Stadtvillen.

Es gibt unglaublich viele Lebensmittelgeschäfte, die häufig durchgehend geöffnet sind. Als Erstbesucher Russlands ist man überrascht über die Vielfalt des Angebotes. Einkaufen ist, trotz des geringen Einkommens eines Großteils der russischen Bevölkerung, eine beliebte

Freizeitbeschäftigung für viele; egal, zu welcher Tages- und Nachtzeit, man sah immer wieder Menschen in den Straßen, die ihre Einkäufen in vielen Tüten und Taschen nach Hause brachten.

 Hier zeigte sich wieder die große Gastfreundschaft, denn für den Gast wurden keine Mühen und Kosten gescheut, ihn oder sie kulinarisch zu verwöhnen. Das Zurückstellen eigener Bedürfnisse hinter das Wohlbefinden des Gastes wirkte auf die Schülerinnen und Schüler und uns Begleitpersonen mitunter etwas befremdlich. Dass jemand nachts nicht schlafen geht, um Wäsche für den Gast zu waschen und über den Gasflammen des Herdes zu trocknen und anschließend zu bügeln, ist nur ein Beispiel und nur schwer auszuhalten.

 Die Sprachbarrieren wurden durch Zeichensprache und die Verwendung einzelner Begriffe in Deutsch, Russisch und Englisch oder durch die Verwendung von Übersetzungsprogrammen überwunden.

 Bei einem Rückblick auf den Austausch am Tage der Abfahrt äußerten die deutschen Schülerinnen und Schüler, dass es gar nicht so große Unterschiede zwischen den Jugendlichen beider Länder gäbe.

Welche Erkenntnis könnte einen Jugendaustausch besser enden lassen, als die, dass trotz einiger Unterschiede die Ähnlichkeiten überwiegen?

 Der Abschied fiel tränenreich aus; trotz des doch sehr kurzen Aufenthaltes wurden Beziehungen zwischen den verschiedenen Kulturen geknüpft. Jetzt gilt es, diese Beziehungen zu pflegen, damit auch eine langfristige Verbindung dazu beiträgt, voneinander zu lernen und sich zu respektieren. Wir sind sehr stolz auf unsere Schülerinnen und Schüler, die sich vorbildlich verhielten und sich der russischen Lebensweise wie selbstverständlich angepasst haben.