“Mir ist der europäische Gedanke sehr wichtig”

Delegation der Realschule Munster nimmt aktiv am Tag des Waffenstillstands teil

Dass eine deutsche Schule aktiv an der Prozession zum Tag des Waffenstillstands am 11. November 1918 in Frankreich teilnimmt, das ist schon außergewöhnlich. Doch diese besondere Ehre wurde nun einer Delegation der Realschule Munster zuteil. Denn dieser besondere Feiertag, an dem die Franzosen Jahr für Jahr den gefallenen 1,4 Millionen Kameraden des Ersten Weltkrieges, aber auch allen anderen Opfern von Krieg und Gewalt, gedenken, hat in unserem Nachbarland einen sehr hohen symbolischen Wert.
Auf Einladung des College Pablo Picasso reiste die Delegation der Realschule Munster in die Partnerstadt Eragny-Sur-Oise. Ein besonderer Höhepunkt dieser Reise bildeten die Feierlichkeiten zum Tag des Waffenstillstands. Besonders bemerkenswert war es, dass die Delegation nicht nur an der Prozession teilgenommen hat, Madeleine Rogge aus der 9b durfte auch eine Rede vortragen, in der der Gedanke eines geeinten Europas als großes Friedensprojekt im Zentrum stand. Als Zeichen des Respekts hat die Gruppe zudem einen Kranz niedergelegt.
„Das hat es meines Erachtens so noch nicht gegeben“, sagt Alfred Mangold, Partnerschaftsbeauftragter der Stadt Munster, der die Gruppe mit seiner Ehefrau Annette begleitete. Auf dem Programm stand aber auch ein gemeinsamer Unterrichtstag am College Pablo Picasso. Vor allem der Deutschunterricht blieb in Erinnerung, bei dem deutsche und französische Schüler ein Quiz lösen und ein Rollenspiel einüben durften. Aber auch ein Ausflug in die französische Hauptstadt Paris durfte nicht fehlen.
„Ich wollte mich gerne aktiv engagieren“, beschreibt Madeleine Rogge ihre Motivation, an der Frankreich-Fahrt teilzunehmen. Da auch in ihrer eigenen Familie Menschen Opfer der Weltkriege wurden, „ist mir der europäische Gedanke sehr wichtig.“ Und auch Paul Knust hat die Reise gefallen, „die Menschen waren sehr gastfreundlich. Mir hat es sehr gefallen, dass wir die Schülerinnen und Schüler in Eragny kennen lernen durften.“  
Wie wichtig solche gegenseitigen Besuche sind, erklärt Schulleiter Björn Edelmann so: „Die jungen Deutschen und Franzosen haben eine gemeinsame Verantwortung für Frieden, Freundschaft und Freiheit in Europa. Finanziert wurde der Austausch über das Erasmus-Plus-Programm der EU.
#erasmus_plus_projects

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