„Wir haben uns alle sehr gut verstanden“

Viele Aktionen bei Projektwoche mit deutschen und ukrainischen Schülerinnen und Schülern

„Kennen lernen“, das war das Ziel der Projektwoche mit 15 ukrainischen und 19 deutschen Schülerinnen und Schülern. Und das gleich in zweierlei Hinsicht. Auf der einen Seite ging es darum, die Menschen aus dem jeweils anderen Land und damit auch deren Kultur näher kennen zu lernen. Dazu gab es vielfach Gelegenheit, so wurden in gemischten Gruppen aus beiden Ländern gemeinsame Spiele gespielt. Auch beim Grillen und Kochen und dem anschließenden Essen sind die Schülerinnen und Schüler miteinander ins Gespräch gekommen.
Auf der anderen Seite sollte den Schülerinnen und Schülern eine Woche lang die Möglichkeit geboten werden, Munster, aber auch die nähere Umgebung besser kennen zu lernen. Dies geschah bei verschiedenen Ausflügen, wie einem Stadtrundgang durch Munster, einer Wanderung entlang der Örtze, einem Ausflug nach Bremen mit professioneller Stadtführung und einem weiteren Ausflug nach Hamburg, wo auch eine Hafenrundfahrt auf dem Programm stand. In beiden großen Städten hatten die Schülerinnen und Schüler auch Zeit, die Innenstädte auf eigene Faust zu erkunden. Und das geschah, na klar, in gemischten Gruppen aus beiden Ländern.
Organisiert und geleitet wurde die Projektwoche von den beiden Lehrkräften Marc Bobka und Caroline Leukel. Die anfänglich befürchtete Sprachhürde erwies sich im Nachhinein als recht gering, Natalia Voll, die sich ehrenamtlich um Geflüchtete aus der Ukraine kümmert, und Tatjana Küddelsmann, die an unserer Schule den DAZ-Unterricht unterstützt, haben übersetzt. Aber auch einige deutsche Schülerinnen und Schüler sind der russischen Sprache mächtig und hin und wieder musste auch mal der Google-Übersetzer zur Hilfe gezogen werden.
Die Projektwoche ist auch Teil der Aktion „Ukrainian Buddies“ (ukrainische Kumpel), so nennt sich eine Gruppe von Mädchen und Jungen der Realschule Munster, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, den ukrainischen Schülerinnen und Schülern zu helfen und ihnen die Eingewöhnung zu erleichtern.
Natürlich ist so eine Projektwoche auch mit Kosten verbunden. Möglich wurde diese Projektwoche daher nur durch die großzügigen finanziellen Spenden der Bürgerstiftung Munster, des Lions Club Munster-Bispingen, der evangelischen Kirchengemeinde Munster, des Fördervereins der Realschule, sowie einiger Privatpersonen.
Durchweg positiv fiel das Fazit der beteiligten Schülerinnen und Schüler aus: „Ich fand alles richtig toll, ich bin ziemlich dankbar, dass ich am Projekt teilnehmen durfte“, so eine Stimme. „Wir haben uns alle sehr gut verstanden. Es war wirklich schön, auch mal woanders als in Munster gewesen zu sein“, so eine andere Stimme.

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